Meeresgrüße zum Sommerende

Wir schreiben den 1. September und heiße, sehr hochsommerliche Wochen liegen hinter uns. 

Als mein Mann und ich im Juni auf Rügen waren, hielt sich die Hitze in Grenzen. Es war herrlich, in der Ostsee zu baden und am Strand entlang zu gehen. Ich empfinde dabei ein großes Freiheitsgefühl. Man stößt auf keine Hindernisse und muss nicht auf irgendetwas achten, das im Weg sein könnte. Ich bin ganz mit mir im Reinen. Auf diese Weise entstand das folgende Gedicht. Ich möchte es gerne mit meinen Leserinnen und Lesern teilen.

Gedankenflug ans Meer

Ans Meer in Gedanken
flieg‘ ich einfach hin.
Dort sind keine Schranken.
Ich bin, wie ich bin.

Die Füße bewegen
sich leicht auf dem Sand.
Dem Wasser entgegen
bis zu dessen Rand.

Bald sind meine Beine
vom Wasser bedeckt. 
Ich spür‘ kleine Steine
im Sande versteckt. 

Auch Muscheln ergreif‘ ich
oft zwischen den Zeh’n.

Zu ihnen beug‘ ich mich,
Kann nicht widersteh’n
sie gleiten zu lassen 
ruhig durch meine Hand.

Das Leben erfassen,
zu streicheln den Strand.

Ganz tief inhaliere
ich salzige Luft.
Im Jetzt ich spaziere.
Die Sorgen verpufft.

Das Rauschen der Wellen
erfüllt meine Ohr’n.
Hier gibt’s kein Verstellen.
Ich bin neu gebor’n!

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